Biologielaborant
Das Berufsbild des Biologielaboranten
Organismen untersuchen:
Biologielaboranten sind spezialisiert auf Proteine, Erbgut, Zellkulturen und Gentechnik. In der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten entwickeln sie mit Zellkulturen und Gentechnik neue Therapien oder analysieren Proteine als potenzielle Wirkstoffe.
Ihre Expertise ist zudem entscheidend in der medizinischen Diagnostik für die Analyse von Erbgut und Proteinen zur Krankheitserkennung. Sie führen Studien an Tiermodellen oder Alternativmethoden durch, um Medikamentenwirkungen zu prüfen.
Auch in der Pflanzenforschung, Lebensmittelanalytik und im Umweltschutz sind sie gefragt, beispielsweise bei der Überprüfung von gentechnisch veränderten Organismen oder der Qualitätskontrolle von Nahrungsmitteln.
Ob in der Entwicklung, Diagnostik oder Produktion – ihre präzise Arbeit ist fundamental für medizinischen Fortschritt und Innovation.
Hauptaufgaben:
- Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten
- Umgang mit lebenden Organismen (Versuchstiere, Zellen, Bakterien, Viren)
- Anwendung spezialisierter Laborgeräte und -techniken
Der Beruf erfordert große Präzision, Sorgfalt, analytisches Denken und ein gutes Verständnis für biologische Prozesse.
Ausbildung
- Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre, eine Verkürzung bei guten Leistungen oder entsprechender Vorbildung ist möglich.
- Ausbildungsorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (Duales Ausbildungssystem)
- Berufsschule: Blockunterricht
- 13 Wochen im 1. und 2. Ausbildungsjahr
- 11 Wochen im 3. Ausbildungsjahr
- 2 Wochen im 4. Ausbildungsjahr
- Lerninhalte in der Berufsschule:
- Praxis in Laboren: chemische Analyseverfahren, Arbeiten mit Mikroorganismen und biologischem Material, biochemisches und molekularbiologisches Arbeiten
- Arbeiten nach SOPs (standard operation procedures)
- Dokumentation, Hygiene und Arbeitsschutz
- Grundlagen der Naturwissenschaften (an-/organische Chemie, Biologie, Botanik, Pharmazie, technische Mathematik, Statistik)
- Handhabung und Untersuchung von prokaryotischen und eukaryotischen Zellen
- Anatomie und Physiologie, Umgang mit und Untersuchungen von Versuchstieren sowie Alternativmethoden
- Biochemische, molekularbiologische, gentechnologische und zellkulturtechnische Grundlagen und Verfahren
- Politik und Gesellschaft
- Deutsch und Kommunikation
- Abschlussprüfung Teil 1: Theorie und Praxis nach ca. 1,5 Jahren
- Abschlussprüfung Teil 2: Theorie und Praxis nach 3,5 Jahren
